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- Schüleraustausch seit 1990
- Reiseberichte und sonstige News
Schüleraustausch seit 1990
Im November 1990 begann mit fünf französischen Kochlehrlingen der deutsch-französische Schüleraustausch zwischen der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen und dem Centre de Formation Alternée in Livron-sur-Drôme. Die Initiative für diese völkerverbindende Idee war bereits 1989 von Alfred Austel, dem damaligen Vorsitzenden des Bayrischen Hotel- und Gaststättenverbandes - Sektion Haßberge, und Gottfried Böttcher, einem Veteran des zweiten Weltkrieges, gestartet worden.
Die Berufsschule profitierte von diesen Kontakten, weil die gastronomischen Auszubildenden aus dem Landkreis Haßberge in Bad Kissingen beschult werden.
Weitere Unterstützung kam dann durch die Kreishandwerkerschaft Bad Kissingen und das "Deutsch-französische Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung" (DFS) in Saarbrücken hinzu.
Nachdem sich die Partnerschaft stabilisiert und etabliert hatte, erfolgte am 25. September 1992 in Livron und am 23. April 1993 in Bad Kissingen die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde, die mittlerweile unsere "Jumelage"-Wand im Foyer schmückt. Der damalige Schulleiter Hans-Joachim Kaiser sowie René Artaud und Jean-Marie Busseuil, die zu dieser Zeit Präsidenten der französischen Partnerschulen Lucien Ravit (Ernährungsberufe) und Batipôle (Bauberufe) waren, bekräftigten mit ihrer Unterschrift die deutsch französische Freundschaft und den Gedanken des Zusammenwachsens von Europa.
Jeweils im Februar und im November tauschen seitdem 12 bis 15 Nachwuchskräfte die heimischen Ausbildungsplätze gegen Praktikumsstellen im gleichen Beruf im Nachbarland. Insgesamt haben schon über 400 Berufsschüler jeweils aus beiden Ländern die Chance genutzt, ein anderes Land, eine andere Kultur, Betriebe und Arbeitstechniken kennen zu lernen.
Die Praktikumszeit beträgt sowohl für die gastronomischen Auszubildenden als auch für die handwerklichen Berufe drei Wochen. In den ersten Tagen lernen die Jugendlichen Land und Leute kennen und erhalten intensiven Fremdsprachenunterricht. In Unterfranken besuchen die jungen Gäste z. B. Würzburg, Bamberg, Coburg oder die Rhön mit dem Kreuzberg. Dazu kommen fachorientierte Besichtigungen wie z.B. die Firma Hanse-Haus für die Bauleute oder der Besuch einer fränkischen Bio-Metzgerei für die Gastronomen.
Im 1.000 Kilometer entfernten Departement Drôme fahren die deutschen Austauschschüler z. B. ins Vercors, nach Valence oder Montélimar. Je nach Ausbildungsrichtung folgen Exkursionen, für die Gastronomiefachleute z.B. zu einem Weingut, einer Trüffelkultur oder einer Käserei. Die gewerblichen Azubis besichtigen dagegen immer eine der Großbaustellen in der Region (zur Zeit die große neue Rhônebrücke bei Valence) sowie interessante Fachbetriebe wie z.B. eine Fabrik für Fertigbauteile oder eine Möbelfabrik.
Die anschließenden Praktikumswochen verbringen die Auszubildenden in Gastfamilien und ausgewählten Partnerbetrieben. Die begleitenden Lehrkräfte sind in dieser Zeit ständige Ansprechpartner. Sie besuchen die jungen Leute an ihren Praktikumsstellen oder auch in den Gastfamilien und betreuen sie, wann immer es nötig ist.
Reiseberichte und sonstige News
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